Das Agenten-Ökosystem erlebt eine fundamentale architektonische Gabelung bei Kommunikationsprotokollen. Auf der einen Seite steht unidirektionales Streaming – verwendet von Claude Code und ähnlichen Systemen – das Prozesse erzeugt und JSONL über stdout streamt. Auf der anderen Seite steht bidirektionales RPC – exemplarisch durch Hermes und das ACP-Protokoll – das persistente JSON-RPC-Server mit aktiven Benachrichtigungen von Agenten unterhält. Dieser Artikel argumentiert, dass die Gabelung auf der Transportebene und nicht auf der Parsing-Ebene stattfinden sollte, und bietet eine detaillierte Aufschlüsselung der vier Schlüsselkomponenten des ACP-Protokolls: Nachrichtenrahmung, Anfrage-Antwort-Zuordnung, Benachrichtigungsbehandlung und Fehlerweitergabe. Für Entwickler, die Multi-Agenten-Systeme bauen, beeinflusst diese Wahl direkt Latenz, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, komplexe Workflows zu bewältigen. Der ACP-Ansatz bietet stärkere Garantien für Produktionssysteme, während unidirektionales Streaming für Prototyping einfacher bleibt. Das Verständnis dieses Kompromisses ist für jeden, der Agenteninfrastruktur entwirft, unerlässlich.
Tiefgehende technische Analyse der zwei dominanten Kommunikationsparadigmen im Agenten-Ökosystem und warum die Trennung auf Transportebene entscheidend ist.